S.H.E
Fotos: Nataša Teofilovic
LICHTFAKTOR
Foto: Lichtfaktor
PHANTASM
Foto: Pilo
CHIC-O-MAT
Foto: Pilo
OPTISCHE TÄUSCHUNGEN
Foto:Bach

Rückblick

„...PLAY ALONG!“

Laufzeit: 10 Dezember 2008 bis 10. Februar 2009

„Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.“
Albert Einstein

net.culture.space zeigt künstlerische Arbeiten und Projekte, die sowohl auf kreative als auch auf spielerische Art die BesucherInnen in eine fantastische und geheimnisvolle Welt der digitalen Illusionen entführen. Durch Interaktion und Animation werden Klang- und Bildräume generiert, die in ihrem Erscheinen die Grenzen zwischen Virtualität und Wirklichkeit verwischen. Im Rahmen der Eröffnung lud das Kölner Künstlerkollektiv LICHTFAKTOR alle BesucherInnen des net.culture.space zu einer „aktiven“ Installation ein, bei der es möglich war, mit Licht zu malen, zu schreiben und zu zeichnen.

CHIC-O-MAT
by Kate Burgener, Künstlerische Leitung und Idee
Juerg Luedi, Corporate Design
Michael Nussbaum, Technische Leitung und Ideen, System- und Interfacedesign, Programmierung
http://www.poolart.ch/chic-o-mat/index.htm


Memory mal anders: Mit dem „chic-o-mat“ können BesucherInnen ihr Aussehen, Alter und Geschlecht virtuell verändern. Ein automatisch erstelltes Selbstporträt wird mit dem Bild einer anderen Person überlagert. Als würde man in einen Spiegel blicken, begegnet man plötzlich einem bekannten und gleichzeitig doch fremden Gesicht. Die Mitspielenden werden so auf eine persönliche und interaktive Art zu Forschern an Identität, Differenz und Repräsentation.


PHANTASM
by Takahiro Matsuo
http://www.monoscape.jp

Ein phantasievoller Ort, in dem Mensch und Tier interagieren – BesucherInnen betreten die Welt von „Phantasm“ mit einer
leuchtenden Kugel in der Hand. Schmetterlinge reagieren auf das Licht, fliegen heran und folgen ihm. Wird die Kugel mit den Händen abgedeckt, verschwinden die Schmetterlinge und die BesucherInnen kehren in die reale Welt zurück.



DIORAMA TABLE
by Keiko Takahashi
http://www.th.jec.ac.jp/~keiko

„Tischlein deck‘ dich“: Der „Diorama Table“ verbindet Kunst mit alltäglichem Leben. Legt man Seile auf den Tisch, verbinden sie sich zu Bahngleisen, bildet man aus einem Seil einen Kreis, verwandelt dieser sich in einen Teich. Rund um Teller und Tassen beginnen Häuser, Blumen und Bäume zu wachsen. So werden aus Gegenständen des täglichen Gebrauchs interaktive, belebte Bilder.

OPTISCHE TÄUSCHUNGEN
by Michael Bach
http://www.michaelbach.de/ot/index.html

Optische Täuschungen sind seit Aristoteles bekannt. Auch im 21. Jahrhundert entstehen immer wieder faszinierende Varianten und neue Phänomene der Wahrnehmungstäuschung. Die aktuelle Hirnforschung kann keineswegs alle Phänomene erklären, viele entziehen sich der Systematisierung. Prof. Dr. Bach zeigt eine Sammlung optischer Täuschungen und visueller Phänomene mit Erklärungsansätzen aus der aktuellen Sehforschung.

S.H.E.
by Nataša Teofilovic
http://www.aec.at

Wo endet die Virtualität und wo beginnt die Wirklichkeit? s.h.e., ein Spiel mit der Virtualität und der Realität, lässt die Grenzen beider Welten offen. Stellen Sie sich fünf 3D-animierte Charaktere vor, die in ihrer eigenen Welt leben. Die Figuren wandern von Bild zu Bild, Zwischenräume werden durchschritten, wobei sich virtueller und echter Raum scheinbar überschneiden. Indem die BesucherInnen den virtuellen Charakteren auf Augenhöhe begegnen, wird ein Kommunikationsraum geöffnet, der sich durch Soundeffekte wie beispielsweise Klopfgeräusche weiter verdichtet.


LICHTFAKTOR
by Marcel Panne, David Lüpschen
http://www.lichtfaktor.eu


Das Kölner Künstlerkollektiv, bestehend aus VJ $ehvermögen und JIAR, experimentiert mit den Möglichkeiten, die sich aus Langzeitbelichtung und Malerei ergeben. In ihren Arbeiten versuchen sie, die verschiedenen Ansätze des „Lightwriting” auszureizen und weiterzuentwickeln. Mit Licht verleihen sie ihrer Kreativität Ausdruck. Die LICHTFAKTOR-Crew nutzt bewusst den gesamten Stadtraum als Bühne und Arbeitsfeld und bindet diesen in ihre Animationen so ein, dass dieser nicht nur Kulisse, sondern ein Teil ihrer Arbeit ist.

 The CouchSurfing Project
Quelle: Prix Ars Electronica
Akshaya
Prix Ars Electronica 2005
Prix Ars Electronica 2004
Fallen Fruits
Foto: Austin Young, Matias Viegener, David Burns
Historische Landkarten
Foto: University of Texas Libraries
„open source, open knowledge, open world“

12. NOVEMBER BIS 2. DEZEMBER 2008

Welche Rolle spielen Copyright und geistiges Eigentum im Zeitalter mobiler Kommunikation und drahtloser Netzwerke? Wie geht die Gesellschaft mit Wissen im Netz um? „digital communities“ von heute geben uns die Antwort: Egal ob sie einen eher sozialen oder künstlerischen Hintergrund haben, sie lassen Gemeinschaften entstehen und treiben gesellschaftliche Entwicklungen voran. Im Mittelpunkt der Ausstellung „open source, open knowledge, open world“ stehen „digital communities“, die das Potenzial besitzen, unser Verständnis der Welt zu erweitern und neu zu gestalten. Präsentiert werden Phänomene, in deren Fokus die Erzeugung und das Teilen von Wissen stehen – jenseits von Copyrights und privatwirtschaftlichen Interessen.

FALLEN FRUIT
by David Burns, Matias Viegener, Austin Young
http://www.fallenfruit.org


„Fallen Fruit“ untersucht Fragen des urbanen Raums und neuer Formen lokal verankerter Gemeinschaft. Die Künstler unternehmen alle Erkundungen aus der Perspektive des Obstes, das sie wegen seiner Einfachheit und seines sozialen Wertes interessiert. Obst ist ebenso demokratisch wie Kultur – und klassenübergreifend!

19.20.21
by Richard Saul Wurman, Larry Keeley,
Jon Kamen, Michael Hawley, Robert Friedman
http://www.192021.org


19 Städte mit 20 Millionen Menschen im 21. Jahrhundert – im Jahr 2050 werden mehr als 2/3 der Weltbevöl kerung in Städten leben. Das Projekt „19.20.21“ untersucht die Auswirkungen dieser Urbanisierung und zeigt anhand von Visualisierungen die größten zukünftigen Herausforderungen der Erde.

80+1 – EINE VIRTUELLE REISE UM DIE WELT
by Ars Electronica, Linz09, voestalpine
http://www.80plus1.org


„80+1“ fragt nach unserer Zukunft und reist an 20 Orte, an denen sie erdacht und gemeistert oder verhindert und zerstört wird. Mit journalistischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Mitteln werden zentrale Fragen unserer Zukunft erörtert und ein Bild unserer vernetzten Welt gezeichnet.

DATA TO GO
by Ars Electronica Festival Linz 2008
http://www.aec.at/de


Wissen, Content und Quellcodes werden gemeinhin in Zusammenhang mit dem Internet unter dem Begriff des „Öffentlichen“ verstanden. Diese Daten werden von Usern freiwillig zur Verfügung gestellt und sind nicht mit realen Besitztümern vergleichbar. „data to go“ untersucht den virtuellen „Besitz“ von Wissen und realen Gütern.

EINE GESCHICHTE VOM BLICK AUF DIE WELT


HISTORISCHE LANDKARTEN
by Wikimedia, The University of Texas
www.wikimedia.org, http://www.utexas.edu


In alten Karten mischen sich Dichtung und Wahrheit: So waren die Ränder der bekannten Welt bis ins 17. Jahrhundert von Fabel wesen bevölkert. His torische Karten gewähren spannende Einblicke in die Geschichte der Erde. Begeben Sie sich auf eine Weltreise, die zugleich eine Zeitreise darstellt.

NASA – SATELLITENBILDER UNSERER ERDE
by National Aeronautics and Space Administration
http://www.nasa.gov


800 aktive Satelliten umkreisen unseren Planeten und übertragen unaufhörlich Informationen über unsere Welt und das Universum. Die NASA hat sich dem freien Wissens und Informationsaustausch mit der Öffentlichkeit verschrieben und stellt auf ihrer Homepage Bilder, Filme sowie wissenschaftliche und technische Berichte zur freien Verfügung.

DIGITAL COMMUNITIES
by Prix Ars Electronica 2008
www.aec.at/dcbrowser


net.culture.space präsentiert Projekte des diesjährigen Prix Ars Electronica aus der Kategorie „digital communities“: politische, soziale, künstlerische und kulturelle Aktivitäten aus aller Welt, die mit Einsatz digitaler Technologien gesellschaftliche Initiative ergreifen und soziale Verantwortung beweisen. Zu sehen ist unter anderem das Gewinnerprojekt der Golden Nica 2008 „1 kg more“, das Volksschulen in den ländlichen Regio nen Chinas mit Unterrichtsmaterialien versorgt.

ZUR BILDGALLERIE „open source, open knowledge, open world“

Courtesy NASA/JPL-Caltech
FINISSAGE UND DISKUSSIONSVERANSTALTUNG


„OPEN SOURCE, OPEN KNOWLEDGE, OPEN WORLD“

2. Dezember 2008 | 19 Uhr
In einer abschließenden Diskussionsrunde stellten sich Vertreter  aus verschiedenen Disziplinen der Frage nach den gesamt gesellschaftlichen  Auswirkungen des vernetzten Austausches sowie des  freien Zugangs zu Wissen.

Es diskutierten:

Mag. Manuela Hiesmair, Johannes Keppler Universität, Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik

Mag. Bettina Kann, Leiterin der Hauptabteilung Digitale Bibliothek Österreichische Nationalbibliothek

Aaron Kaplan, Pressesprecher Funkfeuer.at

Thomas Thurner, net.culture.labs / general coordination, project development, fundraising

Martin Bredl, Leiter Kommunikation Telekom Austria TA AG

Foto: Max und Simon Menschhorn
Foto: Nana Susanne Thurner
Foto: Selina Fanninger
Foto: Susanne Legerer
Foto: Tarek Khalifa
"u19 - freestyle computing"

Österreichs größter Computerwettbewerb für Kinder und Jugendliche „u19 – freestyle computing“ ist Schnittstelle zwischen dem kreativen Geist der jungen Generation und unserer Zukunft. Verschiedenste Internetanwendungen, Computeranimationen, Sounds und selbst programmierte Software sowie Hardware-Anwendungen zeigen eine unkonventionelle und kreative Auseinandersetzung der jungen KünstlerInnen mit unserer Mediengesellschaft. net.culture.space präsentiert in der gleichnamigen Ausstellung Projekte aus „u19” 2008 und darüber hinaus eine Auswahl der besten Arbeiten seit Bestehen des Wett bewerbs.

DIE BESTEN BILDER DER ERÖFFNUNG FINDEN SIE HIER: ZUR SLIDESHOW

AUSGEZEICHNETE ANIMATIONEN
„u19 – freestyle computing“, 2008
Vorhang auf für die GewinnerInnen des diesjährigen „u19 – freestyle computing“-Wettbewerbs aus dem Film- und Animationsbereich: Schatzsuchende LEGO-Animationen, forschende Ultraschallbilder, aufwendig gestaltete Papierkulissen, blauorange Farbspannungen und Momentaufnahmen aus Traumwelten – die neuen Filmemacher erschaffen für die Besucher-
Innen mannigfaltige Bildwelten.

DER VERGESSENE SCHATZ by Max & Simon Menschhorn
Sachpreis für Kreative bis 10 Jahre, 2008
UTERUS = RAUM = UNIVERSUM by Susanne Legerer
Auszeichnung „u19 – freestyle computing“, 2008
A BEAUTIFUL LIE by Chucky Fuchs und Nina Kutschera
Anerkennung „u19 – freestyle computing“, 2008
MR. ORANGE by Tarek Khalifa
Anerkennung „u19 – freestyle computing“, 2008
FISCHTRAUM:(A by Simon Groihofer
Anerkennung „u19 – freestyle computing“, 2008


AUSGEWÄHLTE PROJEKTE JUNGER
MEDIENKÜNSTLERINNEN UND MEDIENKÜNSTLER

Viele junge KünstlerInnen aus Österreich haben mit mehreren Projekten an „u19 – freestyle computing“ teilgenommen. Drei von ihnen präsentieren ihre Arbeiten und zeigen exemplarisch wie sich die künstlerische Bildsprache und die Komplexität der Programmierungen entwickelt haben.

NANA SUSANNE THURNER
In ihren Projekten beschäftigt sich Nana Susanne Thurner mit
ernsten Themen wie „Streit“ und „Krieg“. Bei „Homesick”, ihrem
letzten Werk, wurden Fotografien von Handzeichnungen vor einen
realen Hintergrund gestellt und anschließend zu einer Animation
zusammengefügt. Projekte:
WAR – Anerkennung „u19 – freestyle computing“, 2006
HOMESICK – Goldene Nica „u19 – freestyle computing“, 2008


MANUEL EDER
Drei Werke – drei Themen: Ob Fantasy-Abenteuer, Reisen in fremde
Welten oder düstere Abendstimmung… Manuel Eder arbeitet
häufig mit dem Ausdrucksmittel Animation und Musik.

Projekte:                                       

FANTASY X – Anerkennung „u19 – freestyle computing“, 2004
INCLINE – NEIGUNG NACH EXISTENZ – Auszeichnung „u19 – freestyle computing“, 2007
OVERESTIMATED – 2008

MANUEL FALLMANN
2002 diente Manuel Fallmann Carl Orffs Vertonung des Textes
„O Fortuna“ aus Carmina Burana als Vorlage für eine Animation.
Fünf Jahre später macht er einen Experimentalfilm, diesmal
sind seine Arbeitsmaterialen Foto-, Röntgen- und EEG-Bilder.

Projekte:                                       

O FORTUNA – Anerkennung „u19 – freestyle computing“, 2002
SYSTEM INTERRUPTED – Anerkennung „u19 – freestyle computing“, 2003
GLANZSTOFF – 2007

Weitere Projekte in der Ausstellung:

KOYANGI by Selina Fanninger
Sachpreis für Kreative von 11 – 14 Jahren, 2008
„Koyangi“, koreanisches Wort für Katze, ist der Name von Selina Fanningers Homepage. Auf dieser Plattform präsentiert die Künstlerin ihre fantasievollen Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit.

ROLLER COASTER 360
by Stefan Toller, Marc Heiss, Florian Reichelt
Anerkennung „u19 – freestyle computing“, 2008
„Roller Coaster 360“, ein Computerspiel für die Xbox 360 und Windows, zaubert Achterbahn-Feeling auf die Bildschirme.

LITTLERUNNER by Andreas Gerstmayr
Anerkennung „u19 – freestyle computing“, 2008
Super Mario goes 2008 – Dieses 2D-Jump‘n‘Run-Spiel inklusive
einem selbst geschriebenen Game-Editor lehnt sich teilweise an
das Spielprinzip des Klassikers an.

GEWAND UND GLAUBE
HBLA für künstlerische Gestaltung, Linz
Anerkennung „u19 – freestyle computing“, 2008
Ziel dieses Wissensportals ist, die Rolle der Frauen in verschiedenen
Religionen zu beleuchten – ohne Hierarchien und ohne
Rang listen.

BEST OF „U19 – FREESTYLE COMPUTING”
Wir zeigen das Beste von Österreichs größtem Computerwettbewerb!
Auf der „Wall of Fame“ werden die Projekte der GewinnerInnen
aller Jahrgänge vorgestellt – Visuali sierungen,
Videos, Animationen und interessante Informa tionen zu allen
jungen Kreativen.

DFD-CREW, 2008
Die DFD-Crew beschäftigt sich vorwiegend mit Wandgestaltung
und Graffiti-ähnlicher Malerei. net.culture.space holte die
Künstler KARE und SPEK nach Wien und überließ ihnen weiße,
kahle Wände. Das Ergebnis: fantasievolle Malerei im großen Stil.

Bild: National Film Board of Canada
Bild: Taku Kumura (JP), Links Digi Works inc.
Bild: Jan Bitzer, Ilija Brunck, Tom Weber (DE)
„Ars Electronica Animation Festival“

4. September - 16. September 2008

Das „Ars Electronica Animation Festival“ in Wien war heuer zum zweiten Mail in Wien. Wie im Vorjahr wurden sowohl die prämierten als auch alle eingereichten Animationsfilme des Prix Ars Electronica in der Kategorie „Computer Animation/Film/VFX“ zeitgleich im OK, Offenes Kulturhaus Oberösterreich in Linz und im net.culture.space gezeigt. Einen speziellen Programmschwerpunkt bildete die „Japanese Animation“, bei der ein Querschnitt künstlerischer Produktionen des Japan Media Arts Festivals des vergangenen Jahres gezeigt wurde.

Insgesamt wurden 586 Einreichungen aus 62 Ländern beim Prix Ars Electronica in
der Wettbewerbskategorie Computer Animation/Film/VFX gezält. Die eingereichten Werke repräsentieren ein breites Spektrum aktueller Computeranimationen und werden ihr Publikum in Linz und Wien mit Special Effects, humorvollen Cartoons, poetischen Erzählungen, dynamischen Musikvideos, Science Fiction, Mangastyle und Anime sowie mit überraschenden Sichtweisen und Einblicken in fremde Welten begeistern.

Programm net.culture.space Wien:

05./06./07. September 2008, Electronic Theatre:
Alle 2008 prämierten Animationsfilme waren von 20:30 bis 22.00 Uhr auf der Wand des Leopold-Museums im Hof 1, MuseumsQuartier zu sehen - bei freiem Eintritt. 

04. – 16. September 2008:
Alle diesjährigen Einreichungen beim Prix Ars Electronica im Bereich „Computer Animation / Film / VFX“  sowie als besonderer Schwerpunkt das vom Japan Media Arts Festival kuratierte Programm „Japanese Animation“ wurden von 10:00 – 20:00 Uhr im net.culture.space gezeigt.


Das gesamte Programm des Ars Electronica Animation Festivals können Sie hier ansehen.

>> Download

Bildauswahl der Animationen:

Slideshow

Bild: Telekom Austria
Lichtfaktor
Bild: TMEMA

Magic Moments 2. Juli bis 25. August 2008


Zwischen den Gesetzen unserer realen Welt und den auf Effizienz getrimmten Prozessen des „digital Space“ tut sich ein eindrucksvoller Gestaltungsraum auf, in der die Magie zuhause ist.

Ausstellungsprojekte:

GODMODE
by INDIANEN(Tim Knapen), 2007

Zeichne eine Figur und erwecke sie zum Leben! Der belgische Medienkünstler Tim Knapen realisiert mithilfe eines gehackten Kopierers die wohl schönste Kindheitsfantasie: auf Papier gezeichneten Wesen beginnen zu leben und erobern den realen Raum.

SHADOWMONSTERS
by Philip Worthington, 2005
Hände, Köpfe, Beine, eine Lichtquelle und eine weiße Wand - schon schnattern, quiecken, flattern und springen vielerlei Kreaturen durch das Zimmer. Philip Worthington verleiht dem klassischen Schattenspiel eine neue Dimension: im spielerischen Umgang mit unterschiedlichen Körperhaltungen lassen sich verrückten Geschichten erzählen.

DELICATEBOUNDARIES
by Christine Sugrue, 2007
Zusehends verschwimmen im Alltag die Grenzen zwischen virtueller und realer Welt. Delicate Boundaries erschafft die Illusion, virtuelle Käfer würden auf unseren Armen laufen. Dass im Hintergrund jedoch Techniken zum Einsatz kommen, die unsere Privatsphäre einschränken (z.B. Videoüberwachung), gerät dabei allzu leicht in Vergessenheit.

REFACE(PORTRAITSEQUENCER)
by Tmema (Golan Levin & Zachary Lieberman), 2006-07
Der Mensch hat viele Gesichter – mit dem Reface [Portrait Sequencer] ist die Zahl unendlich. Aufnahmen von Mund, Augen und anderen Teilen der Gesichter werden kombiniert und erlauben einen im wahrsten Sinne des Wortes „verrückten“ Blick auf das eigene Ich.

LIGHTWRITING
by Lichtfaktor

Das Kölner Künstlerkollektiv LICHTFAKTOR experimentiert mit den Möglichkeiten der Langzeitbelichtung und Malerei. In nächtlichen Städten entstehen auf diese Weise geheimnisvolle Geschichten, Figuren und Welten.

SECRETWORLDS
Prix Ars Electronica

Der Prix Ars Electronica prämiert jährlich herausragende Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Kunst, Technologie und Gesellschaft. Eine Auswahl preisgekrönter Projekte ermöglicht Einblicke in Welten und Phänomene, die uns im Alltag verborgen bleiben – von Zellbildung über die Visualisierung mathematischer Formeln bis hin zur Umwandlung von Schallwellen in zarte Lichtmuster.

MICROCOSM | by Joe Takayama, 2004
GESTALT | by Thorsten Fleisch, 2003
CAMERA LUCIDA: SONOCHEMICAL OBSERVATORY | by Evelina Domnitch & Dmitry Gelfand, 2007

URSONOGRAPHY
by Jaap Blonk & Golan Levin, 2005

Fümms bö fümms bö wö fümmes bö wö täää? Ursonography ist eine audiovisuelle Interpretation von Kurt Schwitters „Ursonate” – einem dadaistischen Meisterwerk der Sprechoper. Während der niederländische Vokalist und Klangpoet Jaap Blonk mit ausladender Mimik und Gestik den Dada-Klassiker interpretiert, generiert Golan Levin in Echtzeit die dazugehörige „Partitur“. Die Aufzeichnung der Komposition wird im net.culture.space gezeigt.

HERINNERDINGEN– THINGSTOREMEMBER
by Jongens van de Wit, Achter de Regenboog
& Villa Achterwerk
                                                                                                                       Herinnerdingen ist eine interaktive Website, auf der junge Menschen ein Bild- und Tondenkmal für verstorbene Angehörige erstellen können. Die Plattform ist ein neues (selbst)therapeutisches Instrument für den Umgang mit Verlust und Trauer.

Grafik: Stefan Kainbacher
Foto: Telekom Austria
Foto: Telekom Austria
net culture lab - make your own thing

28. Mai bis 24. Juni 2008

Die Do It Yourself (DIY) Bewegung bekam mit dem Siegeszug des Desktop-Rechners eine neue Bedeutung. Auf einmal waren nicht mehr SpezialistInnen für jeden einzelnen Produktionsschritt notwendig, mit dem PC konnte nun ein Produkt von Anfang bis zum Ende selbst erstellt werden. Im Web 2.0 Zeitalter vollzieht sich nun eine ähnliche Entwicklung in Mode, 3D-Design und auf Mikroprozessorebene. Teure und komplexe Arbeitsschritte sind nicht mehr erforderlich, leistbare Technologien ermöglichen einfaches Prototyping und schnelle Ergebnisse.
Ganz im Sinne der DIY-Bewegung verwirklichen in den net culture labs - der Innovationsinitiative von Telekom Austria - EntwicklerInnen ihre Projekte und Ideen. Die Ausstellung “net culture lab - make your own thing” im net.culture.space zeichnet diese Innovationsprozesse exemplarisch an Projekten des letzten Jahres nach. Das Wichtigste am Entstehen neuer Ideen ist die Kommunikation, daher sind DIY-Veranstaltungen auch immer ein Ort des Ideenaustausches und des gemeinsamen Arbeitens. In diesem Sinne wird im Rahmen der Ausstellung in einer offenen Werkstatt gemeinsam gelötet, programmiert und gebaut, es werden neue Formen der Zusammenarbeit und des Austausches entwickelt. 

ZUR BILDGALLERY DER AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG


“Do It Yourself”–Workshops
In einer offenen Werkstatt bestand während der Ausstellung zwei Wochen lang die Möglichkeit an Do It Yourself-Workshops teilzunehmen. Weitere Informationen unter http://lab.netculture.at/diy

ZUR BILDGALLERY DER WORKSHOPS

 

In der Ausstellung "net culture lab - make your own thing" wurden des weiteren ausgestellt:

scionic Primes – Industrial Design/scionic (Kunstuniversität Linz)
Von der Skizze zum Objekt, vom Objekt zur animierten virtuellen Spielfigur - die Installation von StudentInnen der Studienrichtung Industrial Design/scionic verdeutlicht die Schnittstelle zwischen realer und virtueller Game-Entwicklung.
Scionic ist eine weltweit einzigartigen Gestaltlehre der Studienrichtung Industrial Design an der Universität Linz, die sich mit Computeranwendungen.

Stencilboard
Stefan Eibelwimmer, Günter Kolar: Aner-kennung Digital Communities Prix Ars Electronica 2006. Stencilboard.at bietet ein weltweites Archiv und Präsentationsforum für „Stencils“ – mit Hilfe von Schablonen gesprayte Bilder.
„Stencils“ sind mit Hilfe von Schablonen gesprayte Bilder im öffentlichen Raum. Stencilboard.at dient einerseits als Archiv für diese Kunstform, andererseits als Plattform, auf der der Diskurs zum Thema ermöglicht wird.

Media Space Navigator
Media Space Navigator ist ein von Telekom Austria entwickelter Programmführer für aonTV, der ausgehend von den Vorlieben und Geschmäckern der BenutzerInnen konkrete Empfehlungen erstellt.

Foto: Life Writer ©2006, Christa Sommerer & Laurent Mignonneau
Foto: Interactive Plant Growing, Telekom Austria
THE SECRET LIFE OF …
DAS LEBEN DER ALLTÄGLICHEN DINGE
19. März bis 06. Mai 2008


Christa Sommerers & Laurent Mignonneaus künstlerische Arbeiten standen im Zentrum der Ausstellung "The Secret Life of... Das Leben der alltäglichen Dinge" im net.culture.space. Zwischen Kunst, Technologie und Naturwissenschaft kreisen die Arbeiten der beiden international renommierten MedienkünstlerInnen immer wieder um innovative Interfaces, künstliches Leben und generative Systeme. Mit „Life Writer“ und „Interactive Plant Growing“ erhielten die BesucherInnen überraschende Möglichkeiten, virtuelle Welten zu erschaffen und mit ihnen in Wechselwirkung zu treten.


„The Sheep Market“ von Aaron Koblin setzt sich wiederum mit der Befehlskette Mensch-Computer auseinander, indem der Rechner zur Lösung alltäglicher, kleinerer Aufgaben auf menschliche Arbeitskraft zurückgreift.

Die Projekte der Künstler und Details:

_Christa Sommerer & Laurent Mignonneau: http://www.interface.ufg.ac.at/christa-laurent/

_Aaron Koblin: http://www.aaronkoblin.com/

Fotos zur Ausstellungseröffnung:
>> zur Bildgallery der Ausstellung


Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Ausstellung "The Secret Life of... Das Leben der alltäglichen Dinge" am 21. April 2008

Prädikat: Wertvoll? Was digitale Kunst kann, soll und muss.

Zeitgeistige Spielerei mit Ablaufdatum oder ernst zu nehmender Diskurs mit Zukunftspotential? Gemeinsam mit Sonia Cillari und Michael Naimark (Jurymitglieder Prix Ars Electronica 2008) fragte Christa Sommerer nach der gesellschaftspolitischen Relevanz digitaler Kunst. Nach Ernst und Ernsthaftigkeit einer (medien-) künstlerischen Auseinandersetzung mit gegenseitigen Abhängigkeiten von Mensch und Computer oder dem Vordringen „intelligenter Systeme“ in unser Privatleben.

Es diskutierten:
_Christa Sommerer, Medienkünstlerin und Professorin am InterfaceCulture Lab, Insti-tut für Medien, Kunstuniversität, Linz. Details unter www.interface.ufg.ac.at
_Michael Naimark, Medienkünstler und –forscher, Experte zum Thema „Place Represen-
tation“, Jurymitglied des Prix Ars Electronica 2008, Los Angeles. Details unter www.naimark.net
_Sonia Cillari, Medienkünstlerin und –forscherin, Architektin, Expertin zum Thema
„Body as Interface“, Jurymitglied des Prix Ars Electronica 2008, Amsterdam.
Details unter www.soniacillari.net

Foto: Life Writer ©2006, Christa Sommerer & Laurent Migonneau
LIFE WRITER
by Christa Sommerer & Laurent Mignonneau, 2006


„Life Writer“ ist eine interaktive Schreibmaschine, die „künstliches Leben“ erzeugt. Tippen die BesucherInnen einen Text in diese Schreibmaschine, verhält dieser sich wie ein genetischer Code – er verwandelt sich in sichtbare Kreaturen, die zu „leben” beginnen, wild umherlaufen, sich vermehren und schließlich verstreuen. „Life Writer“ verbindet somit wegweisende innovative Technologien mit bildhauerischer, schöpferischer Tätigkeit. Aus der Verschmelzung von Formen künstlichen Lebens mit Kunst entsteht eine völlig neue „lebende Kunstform“.

 

Foto: Interactive Plant Growing © 1992-2006, Christa Sommerer & Laurent Migonneau
INTERACTIVE PLANT GROWING
by
Christa Sommerer & Laurent Mignonneau, 2006

In dieser Installation fungieren lebende Pflanzen als Schnittstelle zwischen menschlichen BenutzerInnen und dem Computer. Ein zärtlicher Umgang der BesucherInnen mit Zimmerpflanzen wird mit dem Gedeihen virtueller Gewächse belohnt. Das Ergebnis ist nicht nur eine neue, emotional geladene und außergewöhnliche Verbindung zwischen Computern und Lebewesen, sondern stellt auch Fragen. Was ist eine Pflanze, wie nehmen wir sie wahr und wie beeinflussen wir uns gegenseitig, wenn wir sie berühren oder uns ihr nähern?
Foto: Aaron Koblin
THE SHEEP MARKET
by
Aaron Koblin, 2006

„Zeichnen Sie ein nach links blickendes Schaf gegen Bezahlung von $ 0,02” war die vom Künstler gestellte Aufgabe. „The Sheep Market“ besteht aus ca. 10.000 Zeichnungen von Schafen, die von Online-Workers beigesteuert wurden, und zwar über Amazon.com’s Mechanical Turk (MTurk) – Amazon’s Web Services, wo Menschen online von einem Computersystem angeworben werden, um gegen Bezahlung eines bestimmten Betrags Probleme zu lösen, die von einem Computer nicht einfach zu bewerkstelligen sind oder wo menschliche Intelligenz vonnöten ist. Ganz von der Lösung der alltäglichen Aufgaben gefangen genommen, bleibt den menschlichen ArbeiterInnen die Bedeutung ihres Tuns für das „große Ganze“ völlig unklar. Die Arbeit reflektiert Aaron Koblins intensive Auseinandersetzung mit der Industrialisierung und den Theorien von Karl Marx und wird von einer schriftlichen Abhandlung ergänzt.
Foto: Telekom Austria
Flick_r Board

by Ars Electronica Futurelab


Die Medieninstallation lebt von den Beiträgen der BenutzerInnen und bildet eine dynamische Kommunikationsplattform im öffentlichen Raum. Als Post-its und Polaroids erscheinen die Botschaften und Fotos dann auf digitalen Pinwänden.

Flick_r Board

Foto: WikiMaps
WIKIMAP WIEN

by Ars Electronica Futurelab
Ein Stadtplan kann mehr als bloß Überblick über Straßen und Gebäude geben. Er kann das Leben der Menschen widerspiegeln, die durch diese Straßen spazieren und in diesen Gebäuden wohnen. Die WikiMap Wien ist so ein Stadtplan. Auf
www.wikimap.at/ncs kann jede/r mitgestalten und Häuser, Straßen und Plätze mit Texten, Bildern oder Klängen versehen.

wikimap_ncs

Interactive Institute Smart Studio
h.o
"E-MOTION"

30. Jänner bis 11. März 2008.

"E-MOTION" präsentierte ungewöhnliche Mensch-Computer-Interfaces, die reale und virtuelle Welt verknüpfen und zu emotionaler und direkter Beteiligung einladen.

"We bring your body in!" versprechen heute alle angesagten Spiel-Konsolen. Was Gameentwickler zurzeit beschäftigt, ist den MedienkünstlerInnen schon länger ein Anliegen: intuitive Interfaces, die statt Maus und Tastatur unsere Körper und Sinne mit einbeziehen. Und einmal mehr sind es die KünstlerInnen, die diese Interaktion schon weiterdenken.

Arbeiten, die Gedanken und Gefühle zur Steuerung interaktiver Arbeiten heranziehen. So bewegen die User von "Brainball" mittels ihrer Gehirnströme eine Kugel über den Tisch. Das Netzprojekt "Colors" wiederum filtert Gefühlsäußerungen aus tausenden Blogs und visualisiert den "Gefühlszustand" unserer Welt.

Projekte:

_Brainball - Entspannt zum Sieg! by Interactive Institutue Smart Studio

_Colors by h.o

_Spacequatica by The Sancho Plan

_Interaktion Mensch & Maschine: www.robocup.org  www.strandbeest.com

>> zur Bildergallery der Ausstellung

Künstlergespräch
Am 19. Februar fand im net.culture.space im Rahmen der Ausstellung „E-MOTION” ein Künstlergespräch zum Thema „Innovative User-Interfaces” statt. Mit dabei war unter anderem Magnus Jonsson vom schwedischen Interactive Institute, Erfinder von „Brainball“.

Es diskutierten:
_Magnus Jonsson - Interactive Institute Smart Studio, Stockholm, Head of Art Productions
_Chris Veigl - Mitglied SHIFZ, Wien
_Christopher Lindinger - Ars Electronica Futurelab, Linz, Director of Research & Innovation
_Gerfried Stocker - Ars Electronica, Linz, Künstlerischer Leiter
_Armin Sumesgutner - Telekom Austria, Wien, Leiter SPIN

>> zur Bildergallery Künstlergespräch

Bild: The Sancho Plan
Bild: Telekom Austria, Garzarolli
„FUNKY PIXELS“
14. Dezember 2007 bis 23. Jänner 2008

Vorbei sind die Zeiten, in denen der Computer eine klobige  graue Kiste war. In der digitalen Welt von morgen sind  alle Dinge vernetzt und interaktiv! Davon träumen nicht  nur TechnikerInnen, sondern auch KünstlerInnen, die an  ihren ganz eigenen Visionen arbeiten. Auf spielerische  und kreative Weise bezog die Ausstellung „Funky Pixels“  alle menschlichen Sinne mit ein. Experiment und Erlebnis  zugleich – geeignet ab 3 Jahren und für die ganze Familie!

Projekte der Ausstellung „Funky Pixels":

SPACEQUATICA by The Sancho Plan | www.thesanchoplan.com

LA PÂTE À SON by LeCielEstBleu | www.lecielestbleu.com/html/pateason.html

SUR LA TABLE by Osman Khan | www.osmankhan.com

PERFECT TIME by h.o | www.howeb.org

NOISE & VOICE by Golan Levin, Zachary Lieberman

COMPUTERANIMATION UND VISUAL EFFECTS

>> zur Bildergallery der Ausstellung

Bild: Cave
Bild: Telekom Austria
“Digital Canvas – Art for Screens“
14. November bis 9. Dezember

Von 13. November bis 9. Dezember präsentierten Telekom Austria und Ars Electronica "Digital Canvas – Art for Screens". Ein KünstlerInnengespräch am 22. November rundete die Ausstellung ab.

Digitale Bilderwelten im net.culture.space

Mit Digital Canvas – Art for Screens verwandelte sich der
net.culture.space in eine Galerie digitaler Bildwelten. Im
Mittelpunkt standen künstlerische Arbeiten aus den Bereichen
Virtual Reality, Generative Grafik und Musikvisualisierung
– Arbeiten, die aus der Zweidimensionalität von Monitor
und Leinwand ausbrechen.


Schon in der monochromen Frühzeit der Computer haben
sich KünstlerInnen mit der Idee beschäftigt, den Computer
nicht nur als neue Bildfläche, sondern als Instrument der
Erzeugung von Bildern zu erproben. Heute, da der Computer
längst unseren Alltag erobert hat, ist dies erneut von
großem Interesse für KünstlerInnen.


Software ist zu Farbe und Pinsel unserer Zeit geworden, und
wie jedes neue Instrumentarium bringt es neue Ästhetiken
und Ausdrucksformen hervor. Mathematik und Geometrie werden
zu Bewegung in Raum und Zeit. Es geht darum, Systeme
zu entwerfen, in denen die Kontrolle über das Geschehen zwischen
KünstlerIn, Maschine und Benutzer oszilliert: from
object to process, from document to event. In diesen Arbeiten
vereinen sich zwei grundlegende Definitionskriterien von digitaler
Medienkunst – Interaktivität und Prozessualität.

Projekte:

_Cave by Peter Kogler, Franz Pomassl & Ars Electronica Futurelab

_ItIsBlackItIsWhite | Mira by Lia

_Images 4 Music by Dietmar Offenhuber, Norbert Pfaffenbichler, Lotte Schreiber und Casey Reas

_Perfect time by h.o.

>> zur Bildergallery der Ausstellung

Flying Bites, Quelle: Christof Sirk, Josef Koller
Incline
u19 – freestyle computing

3. Oktober – 28. Oktober 2007

u19 – freestyle computing ist Österreichs größter Jugendcomputerwettbewerb, der sich seit 1998 im Rahmen des internationalen Prix Ars Electronica als Schnittstelle zwischen dem kreativen Geist der Jugendlichen und unserer Zukunft etabliert hat. Die steigende Anzahl und Vielfalt der jährlichen Einreichungen von Internetanwendungen, Webpages, Grafiken, Computer Animationen, Sounds und selbstprogrammierten Software sowie Hardware-Anwendungen, zeigt eine unkonventionelle und kreative Auseinandersetzung mit unserer Mediengesellschaft. Telekom Austria und Ars Electronica präsentieren ausgewählte Projekte aus der entsprechenden Prix Ars Electronica Kategorie im net.culture.space. An der "Wall of Fame" werden darüber hinaus beispielhafte Projekte der vergangenen Jahre in Szene gesetzt. Mittels eines interaktiven Spielkartentisches können die BesucherInnen nähere Informationen zu den Projekten abrufen. Mehr zu u19 unter www.u19.at.

Zur Eröffnung am 4. Oktober haben die Initiatoren von net.culture.space – Telekom Austria und Ars Electronica - den italienischen Starfotografen Oliviero Toscani eingeladen, um mit ihm über die Rolle von Kreativität bei Jugendlichen und deren Umgang mit neuen Medien zu sprechen.

Das Live-Streaming der Diskussion ist unter dieser Adresse kostenfrei on demand verfügbar.

>> zur Bildergallery der Ausstellung

Map of online communities, Randall Munroe, http://xkcd.com/256/
Digital Communities

14. bis 26. September 2007

Bei Digital Communities geht es um mutige und inspirierte Innovation im menschlichen Zusammenleben, um die Überbrückung des geografisch, aber auch gender-bedingten "Digital Divide" und um die Überwindung kultureller Konflikte. Weiters stehen Fragen kultureller Diversität, die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks, herausragende soziale Software und die Verbesserung der Zugänglichkeit technologisch-sozialer Infrastrukturen im Mittelpunkt.

Im Rahmen der "Digital Communities" im net.culture.space wurden mehr als 50 Projekte gezeigt, die als "Best Practises" vor Augen führen, wie Menschen digitale Informationsnetze selbst in die Hand nehmen und für gesellschaftliche, politische und kulturelle Anliegen nutzen.
Mit dabei sind waren GewinnerInnen der Digital-Communities-Kategorie des Prix Ars Electronica. Der Prix Ars Electronica ist eine der wichtigsten Auszeichnungen für Kreativität und Pioniergeist im digitalen Medienbereich.

Mit dabei waren auch die Preisträgerprojekte der Digital Communities – Kategorie des Prix Ars Electronica. Erster Gewinner im Jahr 2004 war im Übrigen ein Projekt namens „Wikipedia“. 2005 gewann das Projekt „Akshaya“. Im Rahmen des Entwicklungsprogrammes „Akshaya“, 2005 im indischen Bundesstaat Kerala gestartet, sollen innerhalb von drei Jahren 6000 Internet-Zentren eröffnet, Infrastruktur für die lokale Bevölkerung geschaffen werden und gleichzeitig 50.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Das Gewinnerprojekt 2006 „canal*ACCESSIBLE“ gibt Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, mittels Multimedia-Messages (MMS) im Internet einen virtuellen Stadtplan von Barcelona zu erstellen, in dem jene Punkte der Stadt eingezeichnet sind, die für körperbehinderte Menschen unzugänglich sind. 2007 wurde das Projekt „Overmundo“ ausgezeichnet. „Overmundo“ ist gleichermaßen Community wie Softwaretool. Die Web 2.0-Plattform fokussiert auf brasilianische(n) Kultur(en) in ihrer Vielfalt und Komplexität. Texte, Bilder, Videos und Musikstücke spiegeln Altersgeschichten, Geschlechter, Ethnien, Regionen und Sprachen der brasilianischen Gesellschaft(en) wider.

>> zur Bildergallery der Ausstellung

Aec animfest codehunters, Quelle: MTV Asia / Blinkink
A gentlemen duel, Quelle: Tim Miller / Blur Studio, Inc
“Ars Electronica Animation Festival“ im net.culture.space

7. September bis 11.September 2007

Telekom Austria und Ars Electronica präsentierten das „Ars Electronica Animation Festival“ erstmals auch in Wien. Rund 1.500 Computer-Animationen aus 63 Ländern wurden zeitgleich im OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich in Linz, im net.culture.space im quartier21/MQ in Wien und im Cinema house “ZHOVTEN” in Kiev gezeigt.

Aus 63 Ländern stammen die im Jahr 2007 zum Prix Ars Electronica eingereichten Arbeiten: Filme von kommerziellen Professionisten ebenso wie von KünstlerInnen und Studierenden rund um den Globus. Dabei handelt es sich um Filme, die ihre Geschichten auf höchst eigenständige, medienadäquate Weise erzählen, die Befindlichkeiten reflektieren, Schlaglichter auf unsere Gesellschaft werfen oder uns intelligent unterhalten und die Illusionskraft der bewegten Bilder demonstrieren. Das Programm wurde aus rund 1.500 Filmen erstellt.

>> zur Bildergallery der Ausstellung

Austria Island, Quelle: PIP Hirons Hires
Hippie Pay, Quelle: PIP Hirons Hires
„The Second Life Experience“ im net.culture.space
11. August bis 2. September 2007

Telekom Austria und Ars Electronica präsentierten im net.culture.space ein Second Life Erlebnis der besonderen Art – 3D-Panorama Projektion stellten die Welt von Second Life in real-scale dar

1999 schuf Linden Lab sich und vielen anderen ein „Second Life“: eine virtuelle Welt, in der sich heute rund 8,5 Millionen Avatare (digitale Alter Egos realer User) tummeln, miteinander kommunizieren, Produkte kaufen und verkaufen, Häuser, Shops und Firmen aufbauen. Second Life ist wahrscheinlich das bekannteste und zugleich das umstrittenste Paralleluniversum. Sein digitaler Urknall hat zwar (noch) keine bahnbrechend neuen Formen sozialer Interaktion hervorgebracht, unzweifelhaft aber eine virtuelle Evolution ausgelöst. Immer erreichbar sind wir jetzt schon – im Sinne einer „kontinuierlichen Teilanwesenheit“ werden wir in Zukunft aber immer woanders erreichbar sein.

Mit „The Second Life Experience“ erschloß der net.culture.space die unendlichen Weiten der virtuellen Welt, in der sich Regeln und Mechanismen realer und virtueller Interaktion vermischen und neue Formen entwickeln. Mittels einer 3D-Panorama-Projektion konnte diese virtuelle Welt in real-scale erforscht werden.

Wenn der net.culture.space zur kollektiven Studienreise in die „schöne neue Welt“ von Second Life einlud, dann nicht, um einen Hype fortzuschreiben, sondern um dahinter verborgene soziale, ökonomische und künstlerische Potenziale zu reflektieren. Denn abseits allen medialen Getöses ist eines sicher: Second Life ist ein Labor der Zukunft, das Aufschluss über eine sich anbahnende neue Intensität der Verschränkung realer und virtueller Räume gibt.

>> zur Bildergallery der Ausstellung
Im Bild von links nach rechts: Dr. Wolfgang Waldner, Direktor MuseumsQuartier Wien; Ing. Gerfried Stocker (Künstlerischer Leiter Ars Electronica); Ing. Mag. Rudolf Fischer (Generaldirektor stv. Telekom Austria Group); Peko Baxant (Landtagsabgeordneter und Gemeinderat)
Quelle: Telekom Austria. Fotograf: F. Garzarolli
net.culture.21
3. Juli– 5. August 2007

Vernetzt miteinander, vernetzt im System, vernetzt zwischen realer und virtueller Welt – die globale Vernetzung von Information und Wissen ist eines der hervorstechendsten Charakteristika unserer Zeit. Die gesellschaftliche, politische und künstlerische Reflexion dieses tief greifenden Impacts hält noch nicht Schritt mit dem enormen Tempo der technologischen (Weiter-) Entwicklung.

Zwischen lustvollem Eintauchen in neu entstehende digitale Räume und Communities und der kritischen Distanz zu dieser „schönen neuen Welt” beleuchtete net.culture.21 verschiedene Facetten der sich ausbreitenden Netzkultur.
Die Ausstellungen sind keine Präsentationen im herkömmlichen Sinn, sondern zyklisch wechselnde interaktive Szenarien, die über unmittelbares Erleben und Erfahren funktionieren. Innovative Ideen, Konzepte und Visionen spiegeln dabei die Dynamik und Vielfalt medienkünstlerischen Schaffens an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft wider.

Der G-Player wandelt topografische Daten in Musik und die Erde zur Schallplatte, Noise & Voice zeigt Sprachkommunikation der anderen Art, Shared Design Space veranschaulicht zukunftsweisende Formen der Interaktion. Ebenfalls präsentiert wurde WikiMap, eine interaktive Landkarte.

>> zur Bildergallery der Ausstellung

Newsletter

 
Newsletter     Kontakt     Impressum